Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Auf Social Media teilen

 

Mein Blog beim Twago

 01.06.2017

Qualität zählt: Warum Inhalt wichtiger ist als SEO

 Einen SEO-Text für die Webseiten ihres Unternehmens ordern heißt für viele Auftraggeber: einen Text nutzen, um die vom Webmaster gewünschten Keywords unterzubringen. Die werden ebenso vorgegeben wie die (oft übertriebene) Keyworddichte und – last but not least – das zu behandelnde Thema. Für den Auftragnehmer beginnt nun eine Gratwanderung zwischen SEO und Lesefreundlichkeit.

 

Meine Kolumnen bei ExxtraSeiten

Der Public-Relations-Code

Was PR heute spannend macht: In den Zeiten nach dem Web 2.0 geht es nicht mehr nur darum, Pressetexte auszusenden, sondern in den Dialog mit den Zielgruppen zu treten.

Schreiben von Pressetexten: Die Gratwanderung zwischen hip und dröge

Griffig soll der Pressetext sein, den Leser packen, um dann den Spannungsbogen bis zum letzten Satz zu halten. So weit, so gut. Aber man kann es auch übertreiben.

Mein Einstieg in die PR - Wie geht das?
Zunächst: Die Größe Eures Unternehmens spielt keine Rolle. Ein Kleinunternehmen kann ebenso viel PR-Potenzial haben wie ein mittelständischer Betrieb mit zehn oder hundert Mitarbeitern. Es kommt eher auf Eure guten Ideen an!

Eine Checkliste mit sieben Punkten.

„Ich hab` da mal `ne Mail geschickt“

Veröffentlicht am 30.08.2016

Teil 1: Aus Sicht der Lokalredaktion

 

Es ist kaum neun Uhr, der Kaffee läuft noch durch, der PC läuft sich gerade mal warm und da geht es auch schon los: Das Telefon klingelt. Die Ehrenamtlichen melden sich erst, wenn sie Feierabend haben. Offizielle in der Regel nach 10 Uhr. Aber PR-Beauftragte und Agenturen sind oft früher dran: “Ich hab` da mal `ne Mail geschickt ...“ Und dann, im besseren Fall: „Ist sie angekommen?“ (Aufhänger zum Gespräch, ob der Text erscheint); im schlechteren Fall: „Wieso ist der Text noch nicht erschienen?“

 

Alltag in einer kleinen Lokalredaktion – somit Empfängerin von bis zu 500 Mails pro Woche. Darunter: Pressemitteilungen, Pressemitteilungen, Pressemitteilungen. Wahrgenommen werden alle, Mail für Mail – trotz des enormen Zeitdrucks. Über Anschreiben oder Teaser hinaus gelesen die wenigsten. Bereits beim Öffnen der Mail wird klar, ob sich auch das Lesen des Anhangs lohnt. Das ist nicht oft der Fall.

 

Öffentliche Relevanz entscheidet, womit der redaktionelle Teil gefüllt wird. Ein mittelständisches Unternehmen, das alle Firmenwagen auf Gelb umgestrichen hat und mit tollen Fotos vom Profi rundum eine neue Corporate Identity feiert, ist nun mal nicht von öffentlichem Interesse. Geht dieses Unternehmen aber neue Wege in der Ausbildung, stellt Flüchtlinge ein oder sind durch Wegfall von Aufträgen Arbeitsplätze gefährdet, wird die Firma ein Thema, das die Öffentlichkeit angeht. Auch ein Drei-Mann-Betrieb, wenn eine ehemalige Schülerpraktikantin nach erfolgreicher Ausbildung als Gesellin übernommen wird oder wenn ein weiblicher Polier das Sagen auf der Baustelle hat. Noch (!) ist das ein Thema. Doch wie erfährt die Redaktion davon?

 

Anderes läuft sauber nach Schema F unter der Rubrik PR. Ansprechpartner ist hier erst mal die Anzeigenabteilung. Immer wieder das Erstaunen, auch bei Kollegen: Warum spricht sich das bei kleinen und mittelständischen Unternehmen und/oder ihren Beauftragten nicht herum? Und dann der tödliche Satz, Salz des Redaktionsalltags: „Wir haben genug Anzeigen bei Ihnen geschaltet. Da kann man ja wohl erwarten ...“

 

Andere Anrufe sind der Redaktion doch gleich viel lieber: „Ich habe die Pressearbeit für XY übernommen und mich auch schon informiert, was beim Schreiben einer Pressemitteilung zu beachten ist. Wann haben Sie Redaktionsschluss und was können Sie von uns in welcher Form und Länge brauchen?“

 

 

Teil 2: Aus Sicht der PR

 

Ich hab Ihnen da mal ´ne Mail geschickt“, heißt es vom anderen Ende der Leitung. Gespannt öffne ich die Anhänge und habe in einigen Fällen sofort das Gefühl, die falsche Adressatin zu sein.

 

Meine Standardfrage: „Warum wollen Sie PR machen, wen wollen Sie womit erreichen?“ wird immer öfter so beantwortet: „Ich hatte bisher eine teure Werbeagentur, aber das hat nicht viel gebracht. PR soll ja viel günstiger sein.“ Hier hat jemand nicht begriffen, dass er seine Zielgruppen auf zwei Wegen erreichen muss: Über die Werbung den Endkunden, über die Pressearbeit die Redaktionen. Grob dargestellt und hier mal ohne Berücksichtigung von Social Media.

 

Eine Zusammenarbeit scheitert in einem solchen Fall meistens. Spätestens, wenn es zu den unvermeidlichen Änderungen der Textvorlage für eine Pressemitteilung kommt. Frühestens, wenn die potenziellen Auftraggeber fragen: „Wie viele Veröffentlichungen können Sie denn zusagen?“ Keine, natürlich. Das wäre auch alles andere als seriös.

 

Auch wenn zurzeit diskutiert wird, wie viel Marketing und Werbung denn nun doch zur PR gehören – solange es das „Trennungsgebot“ (Pressekodex, Ziffer 7) gibt, bleiben Redaktion und Werbung getrennt. Das entscheidet und verantwortet der Redakteur.

 

PR ist also Vertrauenssache. Zwischen Auftraggeber und -nehmer, aber auch zwischen Redaktion und PR.

 

Mit der Aussage mancher Journalisten kann ich daher nicht viel anfangen: „Wir wissen ja, dass Sie wohlwollend schreiben über Ihren Auftraggeber.“ Ja, sicher – das ist mein Job! Aber ich halte mich an den uralten „Deal“ zwischen Redaktion und PR: Erstere muss sich darauf verlassen können, dass ich für den Wahrheitsgehalt des Pressetextes stehe. Nur dann schreibe ich imagefördernd – sofern die Fakten dazu vorliegen.

 

Und, ganz ehrlich: Auch vor dem Hintergrund, dass mancher Lokalredakteur heutzutage immer weniger hinter seinem Schreibtisch hervor kommt, stattdessen hunderte von Mails lesen, Beiträge redigieren, freie Mitarbeiter koordinieren und so ganz nebenbei noch das Layout machen muss: Was wäre der Journalismus ohne die PR?

 

Ich bezeichne mich klar als PR-Beauftragte der jeweiligen Sache. Bereits aus dem Anschreiben geht hervor, ob es z. B. um Aussagen eines Bürgermeisters zu einem mit Steuergeldern geförderten Projekt geht. Warnschild: „öffentlich relevant!“ Ebenso kennzeichne ich bereits im Betreff, wenn es sich um eine Produktinformation handelt im Wissen, dass dies nicht der Aufmacher im redaktionellen Teil wird – vielleicht aber als Meldung in der Rubrik „Neues auf dem Markt“ (o. ä.) erscheint.

 

Doch versprechen kann man es nie. Es ist eine Sache von Handwerk und Timing und auch Glück – und nur die ersten beiden Anteile kann man buchen.

Ganzen Eintrag lesen »

Kontakt           Impressum